Christophs Weblog

Vierundzwanzig sind zu wenig

Werbetreibende vs. Meine Nerven

Ich mag keine Werbung. Weder als E-Mail auf dem PC, noch als Werbeprospekt im Briefkasten. Weder SPAM von fremden Viagraverkäufern, noch Newsletter von Online-Shops, in denen ich irgendwann mal etwas bestellt hatte.

Da ich aber sehr gerne online bestelle und noch dazu immer wieder bei verschiedenen Online-Shops einkaufe, wird meine Geduld in Sachen Werbung leider immer wieder auf die Probe gestellt …

Werbetreibende sind anscheinend der Ansicht, dass man nach einer Bestellung grundsätzlich deren aktuellen Katalog per Post und zusätzlich alle paar Wochen einen Werbeflyer mit Sonderangeboten empfangen möchte.

Selbst wenn man auf der Webseite „Newsletter abonnieren“ NICHT ausgewählt hat (oder mit Bezug auf den Newsletter um Einstellung der Werbung gebeten hat), so ist der Flyer per Post aus Sicht der meisten Firmen etwas ganz anderes. Und „laufende Versandaktionen“ können leider auch nicht mehr unterbrochen werden (das kann bedeuten, dass man am 06.12.2011 um Einstellung der Werbezusendungen bittet und trotzdem am 05.01.2012 noch einen Brief bekommt).

Teilweise kann man sich mit seiner automatisch vergebenen Kundennummer oder per E-Mail-Adresse am Webshop anmelden – wer aber meint, dass sich eine dortige Änderung der Postanschrift oder eine Löschung des Online-Accounts auch auf die Post-Werbung auswirkt, der täuscht sich bei manchen Firmen.

Inzwischen ruf ich die Firmen beim Eintreffen eines Werbebriefes grundsätzlich an. Ich will nicht meckern – die Hotline-Mitarbeiter sind normal ja nicht verantwortlich – aber es soll die Firma Arbeitszeit kosten, mein Anliegen zu bearbeiten. Eine E-Mail ist schnell ignoriert oder wird in Leerlaufzeiten bearbeitet. Ein Anruf gibt mir dagegen auch sofortiges Feedback und das Thema ist vom Tisch … sollte man meinen. Es ist kommt vor, dass trotz zugesagter Löschung der Daten nach einem viertel Jahr trotzdem wieder Werbung eintrifft.

Und bei der Frage „Werbung sperren“ oder „ganzen Datensatz löschen“ sollte man sich vorher überlegen, ob man dort eventuell noch mal bestellen will. Es geht nicht darum, dass der Shop einen dann bereits als Kunden kennt – viel nerviger als die erneute Eingabe der eigenen Adresse ist, dass man sich auch ggf. erneut von der Werbung befreien muss …

Eine weitere Maßnahme ist übrigens Datenvermeidung. Wenn es möglich ist, dann überweise ich lieber per Vorkasse (oder zahle per Rechnung), als dass ich im Online-Interface eines jeden Webshops dauerhaft meine Kontodaten oder Kreditkartennummern abspeichere. Ist ja nicht so, als ob diese irgendwann automatisch gelöscht würden …

Eine gute Alternative in diesem Zusammen hang ist für mich auch Amazon. Dort habe ich EINEN Ansprechpartner im Bezug auf die Zahlungsabwicklung und kann trotzdem bei hunderten Händlern bestellen. Es kommt zwar auch hier manchmal zu direkter Werbung eines Händlers, aber im Verhältnis wesentlich seltener und ich vermute, dass so was auch gegen die Richtlinien von Amazon verstößt und zentral geklärt wird.

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