Christophs Weblog

Vierundzwanzig sind zu wenig

Wieso bekomme ich Spam?

Es ist heutzutage sicherlich nichts ungewöhnliches, wenn man die ein oder andere SPAM-E-Mail in seinem Postfach findet. Allein meine Mailserver filterten in den letzten 6 Monaten pro Tag zwischen 3.173 (am 08.01.2011) und 21.827 (am 08.10.2010) E-Mails heraus. Im Schnitt etwa 8-10.000 Mails über öffentliche Blocklisten, und dazu 1200 per Greylisting.

Interessant wird es aber bei E-Mails, die nicht automatisch als SPAM erkannt wurden. Das meiste ist Standard-Massenschrott, den man einfach löscht – heute kam aber ein Exemplar an, dass mich doch etwas irritiert hat …

----- Forwarded message from Sabine Lange <sabine@...> -----

From: Sabine Lange <sabine@...>
Subject: Christoph Probst - Saugstube sucht nach dir
Date: Mon, 07 Feb 2011 10:13:54 +0100

Hallo Christoph,

*Saugstube* hat auf unserem Portal nach dir gesucht.
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Sabine Lange vom Support

----- End forwarded message -----

Während der Inhalt ja noch einigermaßen „gewöhnlich“ ist, haben mich drei Dinge doch sehr irritiert:

  1. Ich werde mit vollem und korrektem Namen persönlich angesprochen
  2. Die Empfängeradresse war meine getaggte Kontaktadresse für einen Online-Shop, in dem ich vor einigen Jahren bedruckte T-Shirts gekauft hatte.
  3. Die E-Mail enthält fast keine Rechtschreib- oder Formfehler.

Während mir die „Qualität“ des Spams schon etwas Angst macht, stellt sich mir aber die viel wichtigere Frage: Wie konnten meine Daten in die Hände der Spammer gelangen? Wurden sie etwa verkauft oder einfach „nur“ gestohlen? Da die wenigsten Leute ihre E-Mail-Adressen taggen, dürften auch nur die wenigsten nachvollziehen können, über welchen Weg die Daten zu den Spammen gelangt sind. Das Risiko eines Verkaufs wäre sicherlich einigermaßen überschaubar.

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