Christophs Weblog

Vierundzwanzig sind zu wenig

Workaround: OpenOffice-Anhänge mit kmail öffnen

Seit einiger Zeit macht das Öffnen von OpenOffice-Anhängen aus kmail heraus Probleme: kmail speichert eine Kopie des Anhangs im /tmp/ und ruft damit OpenOffice auf. Doch noch bevor OpenOffice die Datei überhaupt anzeigen kann, wird sie von kmail schon wieder gelöscht und OpenOffice meldet „/tmp/datei.doc[aj3nv3].doc existiert nicht“.

Ursache dafür ist, dass kmail zum einen direkt seine temporären Dateien wieder aufräumt, sobald das mit dieser Datei aufgerufene Programm endet. Zum anderen endet OpenOffice sofort wieder, wenn es feststellt, das es bereits läuft und der laufende Prozess wird mit dem Öffnen der Datei beauftragt.

Da dies nicht nur bei OpenOffice passiert, wird auf seiten von kmail bereits über ein Verzögerung der „Garbage Collection“ nachgedacht, damit die Anwendung genug Zeit hat die Datei zu öffnen. Aber bis dies wirklich umgesetzt wird, hilft folgendes:

a) Bei Openoffice gibt es bereits einen Wrapper, der soffice.bin startet. Fügt man in /usr/bin/ooffice einfach in der letzten Zeile ein „sleep 180“ ein, so ist das Problem gelöst.

b) Allgemein baut man sich einfach einen eigenen Wrapper

#!/bin/bash
ooffice „$@“
sleep 180

wobei man ooffice durch den Namen (ggf. mit Pfad) der zu startenden Anwendung ersetzen muss. Im kmail trägt man dann statt der eigentlichen Anwendung dieses Skript als Default-Programm für „öffnen“ ein und fertig ist der Workaround …

Bugreport: http://bugs.kde.org/show_bug.cgi?id=130709 („can’t open attachments using apps that immediately return“)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Christophs Weblog © 2009-2017